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Teppichreinigung

Der Teppichreiniger kann an einen Staubsauger angeschlossen werden, ein selbständiges elektrisches Gerät oder mechanisch sein. Das Reinigungsgerät selbst ist ein Quader mit einem kleinen Tank in der Mitte. In diesen Tank kommt die Teppichreinigungsflüssigkeit hinein. Diese bildet durch das Rollen der Bürsten den so genannten Teppichschaum. Die Bürsten können ausgewechselt werden, je nachdem, was für einen Teppich man hat. Bei einem harten Teppich empfiehlt sich ein eher grobes, kurzborstiges Bürstensystem. Bei weichen, dicken Teppichen sind feine, lange Bürstenhaare sinnvoll. Der Schaum wird in den Teppich gerieben und muss dort komplett einziehen und trocknen.

Der Teppichkehrer

Als Teppichkehrer, umgangssprachlich auch Teppichdackel genannt, bezeichnet man mechanische Teppichkehrgeräte, die das Prinzip der Teppichklopfer über rotierende Bürsten in einem Kasten auf Rollen in effizienterer Art und Weise modernisiert haben.

Der Teppichkehrer wurde vom amerikanischen Töpferwarenhändler und Erfinder Melville R. Bissell entwickelt und am 19. September 1876 zum Patent angemeldet. Auf die Idee kam er, da er immer wieder Sägestaub aus den Teppichen seiner Geschäftsräume klopfen musste. Zunächst fertigte er nur einen Prototyp zum Eigengebrauch. Mit diesem Gerät war es erstmals möglich, einen Teppich auch im Liegen vor Ort relativ gründlich zu reinigen. Als immer mehr Menschen fragten, wo man so ein Gerät kaufen könne, begann er mit der Serienproduktion des Gerätes. Mit der Verbreitung des Gerätes fand auch das Verb to bissell (engl.: bisseln) Eingang in die englische Sprache. Sogar Queen Victoria bestand darauf, dass ihr Palast wöchentlich „gebissellt“ wurde. [1] Eine weite Verbreitung in Deutschland erfuhr der nach den gleichen Prinzip funktionierende Leifheit-Rotaro aus dem Jahr 1960.

Der Teppichkehrer ist somit der Vorläufer der heutzutage in eigentlich jedem Haushalt befindlichen Staubsauger, die im Gegensatz zum Teppichkehrer jedoch Strom benötigen, sei es aus einer Steckdose oder einem Akku.

Mangels großvolumigen Auffangbehälters braucht man bei der Reinigung größerer Flächen mehr Zeit, da man den Teppichdackel (begrenztes Volumen des Staubauffangbereichs) häufiger entleeren muss. Des Weiteren ist die Reinigungsleistung prinzipbedingt geringer als die von Staubsaugern.
Schwächen des Teppichdackels zeigen sich in den Ecken (wo trotz rotierender Bürsten Schmutz verbleiben kann) und beim Umkurven von Möbelbeinen.

Reinigungsschaum für Teppich und Polster

Wird durch Aufsprühen aufgetragen, in das Textil eingebürstet und nach dem Trocknen abgesaugt.

Extraktionsreiniger

Extraktionsreiniger binden mit Hilfe verschiedener Tenside kleinste Verschmutzungen und sorgen so für gründliche Reinigung. Es gibt sie in Form von Pulver oder flüssig, auch zum Sprühen, meist maschinell eingesetzt.


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